Januarblues

Künstliche Intelligenz ist besser als gar keine.
Satire ist auch nur eine Flucht.
Der Januarblues hat nichts mit Musik zu tun.

Aus der Serie: Zwischenrufe der vierarmigen Claudia Ohm

Raus aus dem Januarblues

Kaum hat das Jahr begonnen, geht es auch schon wieder los. Die Nachrichten prasseln über uns ein, und die Medien schmeissen uns die reisserischen Aufmacher entgegen.

Was kann man da tun? Augen zu ist auch keine Lösung. Einmal hingeschaut, kreisen die News wie Fliegen in meinem Hirn – und noch schlimmer: alles verknüpft mit Männern. Trump, Putin, Xi Jinping – Musk, Bezos oder Zuckerberg … alle erscheinen wie Voldemorts, Vaders oder V wie Vendetta – nur, sie existieren wirklich.

Nein, das ist ein Alptraum, denke ich. Das kann nicht in Wirklichkeit passieren: eine hysterische weltpolitische Lage, bröckelnde Demokratien, gierige Kapitalisten und … in weiter Ferne die einzige Frau, die mal das Maul aufmacht … Alice Weidel.

Ich reisse panisch die Augen wieder auf.

Der sanfte Hirntot, eine Animation von Claudia als Comic. Sie sitzt im Stuhl und schaut in ihr Mobilphone.

InstaSerie: Claudias Satire-Reels

Dann nehme ich das Smartphone und scrolle mich kopfüber durch meine Social-Media-Kanäle.

Der Algorithmus meint mich zu kennen, und so wische ich teils panisch, teils narkotisiert durch Gesundheitstipps gegen Inkontinenz oder Rückenleiden, Instant-Erleuchtungs-Posts von Prominenten – die es ja immer wissen müssen und mir den sicheren Hirntod bescheren – sowie Tradingangebote gegen Altersarmut.

Auch hier gibt es kein Entkommen.

Die körperlichen Alarmsignale sind unter Hochdruck, und ich versuche mich zu erinnern, was ich noch vor einer Woche an guten Vorsätzen hatte:

Mehr Achtsamkeit
Mehr Ruhe
Mehr Selbstliebe

Ich bleibe dabei

Vorsätze sind super. Nur einer macht den Strich durch die Rechnung, der 1. Januar. Spätestens am 2. Januar, wenn der Restalkohol verdunstet ist, begreifen wir, dass wir uns im Kreise drehen. Schlimmer: der Kreis wird enger und die Mächtigen teilen sich die Welt auf. Da braucht es eine Rede, vernünftige Worte, die uns wieder erden und beruhigen.

Die etwas andere
Neujahrsrede

Die etwas andere Neujahrsrede

me&KI halt

Ist es die Sperrigkeit der Lippenbewegungen, der starre Gesichtsausdruck, das Dauergrinsen oder die Dauerberieselungs-Stimme, die mir direkt ins Hirn bohrt?

Apropos: Dauerberieselungs-Stimme.

Vielleicht hatte Trump in seiner Kindheit einen iRobot, der ihm Sprechen, Mimik und Gesten beigebracht hat. Nicht um Sinn zu erzeugen, sondern um sich selbst einzulullen.

Das würde einiges erklären. Eigentlich fast alles. Meine Neujahrsrede jedenfalls – sie klingt wie Neujahrsreden eben klingen.

Aber wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen: Hier karikiert und verhohnepiepelt die Künstliche Intelligenz mich und das bestätigt meine Ausgangsthese: Besser Künstliche Intelligenz als gar keine.

me&KI sind jetzt schon ein Dreamteam.

Summa Sumarum:

Kreativität hilft sich zu erfinden.
Satire, vorm Ertrinken.
Und KI lernt Mensch zu sein.

Frohes neues Jahr war gestern, die Zeiten haben sich endgültig geändert.

Horrido, bleib trotzdem froh.
Ohmschallala

Claudia

4 Kommentare

  1. Liebe Anja,

    nicht? Wurde doch Zeit!
    Schön, dass du vorbeigekommen bist 🫶.

    Herzliche Grüsse
    Claudia

  2. Frohes neues Jahr 🥂🎊
    Endlich spricht es jemand aus….😆🫶

  3. 🤗 merci liebe Jeannette

  4. Danke liebe Claudia für die kreative mal anderen Neujahrs grüsse.

    Freue mich auf den nächsten Beitrag.

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